VCÖ: Eurovision Songcontest in Wien ist von vielen Städten Europas gut mit der Bahn erreichbar

VCÖ: 38 Hauptstädte und Großstädte erreichen Wien binnen zehn Stunden mit dem Zug

Halle des Wiener Hauptbahnhofes. Man sieht Stiegen, Rolltreppen sowie das ÖBB Reisezentrum.

VCÖ (Wien, 22. April 2026) – Ein Großevent wie der Eurovision Songcontest verursacht viel Mobilität. Eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt, dass Wien von vielen Städten Europas gut mit der Bahn erreichbar ist. Aus 38 Hauptstädten und Städten mit mehr als 300.000 Einwohnerinnen und Einwohnern können ESC-Fans innerhalb von zehn Stunden auf der Schiene in Wien ankommen, davon haben 20 Städte eine Direktverbindung nach Wien, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ. Die Anreise mit der Bahn ist klimafreundlicher und in Zeiten drohender Lieferengpässe bei Diesel und Kerosin auch energiepolitisch gesehen wünschenswert.

 

Der 70. Eurovision Song Contest findet vom 11. bis 16. Mai 2026 in Wien statt. Viele internationale Gäste werden den ESC besuchen. „Wien bietet sehr gute Voraussetzungen, energiesparend und umweltfreundlich mit der Bahn anzureisen“, fasst VCÖ-Experte Michael Schwendinger eine aktuelle VCÖ-Analyse zusammen. Insgesamt aus 38 Hauptstädten und Städten mit mehr als 300.000 Einwohnerinnen und Einwohner aus zehn verschiedenen Ländern ist Wien mit dem Zug innerhalb von zehn Stunden erreichbar.

Mit einem Direktzug in weniger als fünf Stunden erreichen Fahrgäste aus sieben Großstädten – Augsburg, Bratislava, Brünn, Budapest, München, Nürnberg und Prag – Wien. Aus weiteren 13 Großstädten bringen Direktzüge ESC-Fans in einer Fahrzeit zwischen fünf und zehn Stunden nach Wien. Aus 18 Großstädten ist Wien mit Umsteigen in fünf bis zehn Stunden erreichbar, informiert der VCÖ. Für insgesamt 16 Großstädte ist auch der Nachtzug eine gute Reisemöglichkeit nach Wien, Europas Nachtzug-Hauptstadt.

„Internationale Großveranstaltungen, wie der Eurovision Songcontest, sind auch eine Erinnerung an die Europäische Union mehr als bisher zu tun, um die internationalen Bahnverbindungen in Europa zu verbessern. Es braucht mehr grenzüberschreitende Bahnverbindungen, das Suchen und Buchen von grenzüberschreitenden Bahntickets muss einfacher werden. Gerade die aktuelle Treibstoffkrise verdeutlicht, wie wichtig es auch für die Tourismuswirtschaft ist, wenn Reiseziele gut mit der Bahn erreichbar sind“, stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest.

VCÖ: Viele Hauptstädte und Großstädte erreichen Wien mit der Bahn sehr gut
(Hauptstädte sowie Städte mit mehr als 300.000 Einwohnerinnen und Einwohner)

1) Sieben Großstädte erreichen Wien mit Direktzug in weniger als fünf Stunden
    München, Nürnberg, Augsburg, Prag, Brünn, Bratislava, Budapest

2) 13 Großstädte erreichen Wien mit Direktzug in einer Fahrzeit von fünf bis zehn Stunden
    Berlin, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart, Dresden, Bonn, Warschau, Krakau, Breslau, Posen, Zürich, Zagreb, Ljubljana

3) Weitere 18 Städte erreichen Wien mit Umsteigen zwischen fünf und zehn Stunden
    Düsseldorf, Leipzig, Dortmund, Essen, Hannover, Duisburg, Bochum, Wuppertal, Bielefeld, Mannheim, Karlsruhe, Mailand, Bologna, Florenz,
    Lodz, Bromberg, Bern, Vaduz

4) Aus 16 Städten kann Wien mit dem Nachtzug gut erreicht werden (Fahrzeit mehr als fünf Stunden, weniger als 16 Stunden)
    Brüssel, Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart, Dresden, Hannover, Münster, Rom, Bologna, Florenz, Warschau, Krakau, Zürich, Lwiw, Amsterdam

VCÖ: Von 38 Städten ist Wien mit der Bahn innerhalb von zehn Stunden zu erreichen
(Hauptstädte sowie Städte mit mehr als 300.000 Einwohnerinnen und Einwohner)

Deutschland (20): Berlin, München, Köln, Frankfurt am Main, Düsseldorf, Stuttgart, Leipzig, Dortmund, Essen , Dresden, Nürnberg, Hannover, Duisburg, Bochum, Wuppertal, Bielefeld, Bonn, Mannheim, Karlsruhe, Augsburg
Polen (6): Warschau, Krakau, Breslau, Lodz, Posen, Bromberg
Italien (3): Mailand, Bologna, Florenz
Schweiz (2): Bern, Zürich
Tschechien (2): Brünn, Prag
Kroatien (1): Zagreb
Liechtenstein (1): Vaduz
Slowakei (1): Bratislava
Slowenien (1): Ljubljana
Ungarn (1): Budapest

Quelle: VCÖ 2026

Zurück zur Übersicht

Warum das Sicherheitsgefühl von Frauen über den Erfolg des Öffentlichen Verkehrs mitentscheidet

Laut Unfallstatistik ist 2025 in Österreich im Straßenverkehr niemand in einem Bus, einer Straßenbahn oder einem Zug ums Leben gekommen. Ob Menschen in Bus und Bahn einsteigen, entscheidet aber nicht die Unfallstatistik allein. Es zählt auch, wie sicher sich der Weg zur Haltestelle anfühlt, ob sie gut beleuchtet ist, ob Personal sichtbar ist und wie respektvoll es im Fahrzeug zugeht. Darauf achten insbesondere Frauen, die öffentliche Verkehrsmittel schon heute häufiger nutzen als Männer. Wege für Frauen sicher zu gestalten, ist der kürzeste Weg zu mehr Fahrgästen.

Mehr dazu
Foto: Spencer Imbrock, unsplash

VCÖ: 5 Jahre Klimaticket – Anzahl der Haushalte mit Öffi-Jahreskarte stark gestiegen

VCÖ (Wien, 21. Oktober 2026) – Vor fünf Jahren, am 26. Oktober 2021, wurde das Klimaticket in Österreich eingeführt. Zuletzt hatten laut Statistik Austria bereits 1,67 Millionen Haushalte in Österreich mindestens eine Jahreskarte für den Öffentlichen Verkehr, um rund 320.000 mehr als im Zeitraum 2019/20, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ. Den höchsten Anteil an Haushalten mit Öffi-Jahreskarte gibt es in Wien mit 75 Prozent vor Salzburg und Tirol mit jeweils 36 Prozent. Am günstigsten ist das Bundesland-Klimaticket in Vorarlberg und Salzburg, den höchsten Preis weist das Klimaticket Oberösterreich auf. Wo es gute Verbindungen gibt, können sich Pendlerinnen und Pendler mit dem jeweiligen Klimaticket viel Geld sparen, insbesondere in Zeiten hoher Spritpreise, wie auch Beispiele des VCÖ zeigen.  

Mehr dazu