VCÖ fordert verbindliche Sektorziele im Klimagesetz und raschere Umsetzung der Maßnahmen

VCÖ: Klimaschutz reduziert teure Erdölabhängigkeit des Verkehrs

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VCÖ (Wien, 29. Oktober 2026) – So positiv das Bekenntnis zur Klimaneutralität Österreichs im Jahr 2040 ist, so negativ sind die fehlenden verbindlichen Sektorziele, stellt die Mobilitätsorganisation VCÖ in ihrer Stellungnahme zum Klimagesetz fest. Auch kommt der erste Klimafahrplan zu spät. Schon im Jahr 2025 hat Österreich die von der EU erlaubte Höchstmenge an Treibhausgasen überschritten. Bis zum Jahr 2030 müssen Österreichs Treibhausgas-Emissionen insgesamt um rund zwölf Millionen Tonnen sinken, doch der erste Klimafahrplan mit konkreten Maßnahmen muss erst Ende 2027 vorliegen. Je länger beim Klimaschutz im Verkehr gebremst wird, umso teurer wird die Erdölabhängigkeit für Bevölkerung und Wirtschaft. Der VCÖ fordert daher mehr Tempo bei der Reduktion des Treibstoffverbrauchs in Österreich.

„In keinem Sektor sind die Treibhausgas-Emissionen gegenüber dem Jahr 1990 so stark gestiegen wie im Verkehr. Zersiedelung, starker Ausbau des Straßennetzes während das Schienennetz heute kleiner ist als im Jahr 1990, Hersteller haben einen Boom an schweren, übermotorisierten Neuwagen losgetreten statt sparsame Modelle zu forcieren, statt Güter verstärkt auf die Bahn zu verlagern wurde dem Lkw-Transit durch fehlende Kostenwahrheit der rote Teppich ausgerollt – das sind einige der Gründe, warum der Verkehr noch immer zu viel Diesel und Benzin verbrennt. Das schadet der Umwelt und belastet die Bevölkerung durch steigende Kosten. Umso wichtiger ist ein Klimagesetz, das mit verbindlichen Vorgaben Österreichs Verkehr von teuren Erdölimporten unabhängiger macht“, stellt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk fest.

Deshalb braucht es im Klimagesetz verbindliche Sektorziele, insbesondere für den Verkehr, der im Vorjahr laut vorläufigen Daten des Umweltbundesamts mit 18,3 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent rund 44 Prozent der klimaschädlichen Emissionen außerhalb des Emissionshandels verursachte. Das bisherige Klimaschutzgesetz hatte gesetzliche Höchstmengen für den Verkehr festgelegt, der Entwurf sieht nur unverbindliche Pfade vor. Verfehlt der Verkehr sein Ziel, hat das keine Konsequenzen.

Und der erste Klimafahrplan muss deutlich früher als derzeit vorgesehen beschlossen werden. Sonst sind Maßnahmen aus dem Klimafahrplan frühestens ab dem Jahr 2028 zu erwarten, betont der VCÖ. Dabei gibt es gerade im Verkehr Maßnahmen, die sofort und ohne große Investitionen wirken, etwa niedrigere Tempolimits auf Autobahnen und Freilandstraßen und der Abbau klimaschädlicher Förderungen.

„Verstärkter Klimaschutz in Österreich ist auch aus ökonomischer Sicht wichtig und vernünftig. Das gilt nicht nur, weil die Schäden durch den Klimawandel in Österreich laut einer aktuellen Studie der Universität Graz in den vergangenen Jahren im Schnitt fast vier Milliarden Euro pro Jahr betragen haben, sondern auch, weil Investitionen in den Klimaschutz heimische Unternehmen stärken und Arbeitsplätze schaffen. Die Wertschöpfung bleibt im Inland“, betont VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk. Derzeit gibt Österreich laut Österreichs Energie und Österreichischer Energieagentur im Schnitt rund zehn Milliarden Euro pro Jahr für fossile Energieimporte aus, Erdöl wird zu 96 Prozent importiert. Verfehlt Österreich die Klimaziele, kommen Kosten für den Zukauf von Zertifikaten hinzu, laut einer Studie für das Finanzministerium bis zu 5,9 Milliarden Euro.  

Kritisch sieht der VCÖ die sogenannte Standortklausel, mit der das Zieljahr 2040 bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten wieder infrage gestellt werden kann: „Gerade das heurige Jahr zeigt uns, wie teuer die Abhängigkeit von fossiler Energie uns zu stehen kommt. Wer heute Lkw, Busse oder einen Firmenfuhrpark anschafft, nutzt diese Fahrzeuge viele Jahre. Unternehmen brauchen deshalb ein Ziel 2040 ohne Hintertür. Strom für Elektrofahrzeuge können wir in Österreich selbst erzeugen, bei Benzin, Diesel und E-Fuels sind wir von teuren Importen abhängig“, verdeutlicht VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk.

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VCÖ-Untersuchung: Wo in Österreich im Vorjahr die meisten Lkw fuhren

VCÖ (Wien, 1. März 2024) – Die A1 Westautobahn bei Traun war im Vorjahr der Straßenabschnitt Österreichs mit dem meisten Lkw-Verkehr, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Asfinag zeigt. Im Vergleich zum Jahr 2022 nahm an 83 Prozent der Zählstellen der Lkw-Verkehr ab, bei 17 Prozent gab es eine Zunahme. Durch Österreich fahren viele Transit-Lkw. Die großen Transit-Lkw nutzen die Straße so stark ab wie rund 60.000 Pkw. Im Interesse der Verkehrssicherheit sind mehr Lkw-Kontrollen nötig, betont die Mobilitätsorganisation VCÖ. Zudem sind betriebliche Gleisanschlüsse zu forcieren, um Güter direkt vom Betrieb weg auf die Schiene zu bekommen.

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Wo macht der Einsatz von E-Fuels Sinn und wo nicht?

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