VCÖ warnt vor erhöhtem Unfallrisiko bei Hitze

VCÖ: Gleiten statt rasen, aufmerksam fahren, wenn möglich mit Öffentlichem Verkehr fahren

Foto: Kleines Kreuz mit Kerzen neben einer Freilandstraße

VCÖ (Wien, 19. Juni 2026) – Hitze hat auch Einfluss auf die Verkehrssicherheit, das Unfallrisiko steigt, weist die Mobilitätsorganisation VCÖ auf Daten der Statistik Austria hin. Im Vorjahr waren Juni, Juli und August die drei Monate mit der höchsten Anzahl an Verkehrstoten und Verletzten. Für die Jahre 2024 und 2023 zeigen Auswertungen der Statistik Austria, dass an Hitzetagen die Zahl der Verkehrsunfälle im Sommer zwischen 13 und 15 Prozent höher ist als an weniger heißen Tagen. Hitze belastet den Körper, die Konzentrationsfähigkeit sinkt, Fahrfehler nehmen zu. Der VCÖ empfiehlt, möglichst auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Wer Auto fährt, langsamer und besonders aufmerksam fahren, nicht telefonieren, auch nicht mit Freisprecheinrichtung, bei längeren Fahrten häufiger Pause machen und ausreichend trinken.

144 Todesopfer und 16.298 Verletzte. Das war die traurige Opferbilanz des Straßenverkehrs im meteorologischen Sommer 2025 in Österreich. In den drei Monaten Juni, Juli und August verunglückten im Schnitt um 65 Prozent mehr Menschen bei Verkehrsunfällen tödlich als im Monatsdurchschnitt der anderen Monate, die Zahl der Verletzten war um 59 Prozent höher, informiert der VCÖ. Im Sommer 2024 war die Zahl der Verkehrstoten und Verletzten niedriger als im Sommer 2025, aber ebenfalls deutlich höher als in den anderen Monaten des Jahres 2024: Die Zahl der Verkehrstoten war um 68 Prozent höher, die Zahl der Verletzten um 51 Prozent.

„Mehr Verkehr ist die eine Ursache für die höhere Anzahl an Verkehrsunfällen. Auswertungen der Statistik Austria zeigen aber, dass sich auch Hitze negativ auf die Verkehrssicherheit auswirkt und das Unfallrisiko erhöht“, stellt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk fest. Im Sommer 2024 passierten laut Statistik Austria an Hitzetagen um 13 Prozent mehr Verkehrsunfälle als an weniger heißen Tagen, im Sommer 2023 stieg die Zahl der Verkehrsunfälle an Hitzetagen um 15 Prozent.

„Hitze belastet das Herz-Kreislaufsystem und führt zu reduzierter Konzentrationsfähigkeit. Auch schlafen zahlreiche Menschen schlechter, sind müder und reagieren gereizter. All das hat negative Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit, die Fahrfehler nehmen zu“, erklärt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk.

Der VCÖ empfiehlt, möglichst öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Wenn das nicht auf der gesamten Strecke möglich ist, dann mittels Park & Ride zumindest auf einem Teil des Weges. Wer unvermeidbare Autofahrten unternimmt, kann durch das eigene Fahrverhalten dazu beitragen, das Unfallrisiko zu reduzieren: Langsamer fahren, das Motto „gleiten statt rasen“ beherzigen und besonders aufmerksam fahren. Beim Fahrzeuglenken nicht telefonieren, auch nicht mit Freisprecheinrichtung und hinsichtlich Alkohol das Motto „Don’t drink & drive“ beherzigen. Bei längeren Fahrten unbedingt häufiger Pausen machen und ausreichend Wasser trinken.

Quellen & Daten

VCÖ: In den Sommermonaten deutlich mehr Verkehrstote und Verletzte
(Anzahl Verkehrstote und Verletzte in den Monaten Juni, Juli, August)

  • Sommer 2025: 144 Verkehrstote, 16.298 Verletzte
  • Differenz Monatsschnitt Sommer zu Monatsschnitt restliche Monate:
    • Verkehrstote: plus 65 Prozent
    • Verletzte: plus 59 Prozent
  • Sommer 2024: 126 Verkehrstote, 15.379 Verletzte
  • Differenz Monatsschnitt Sommer zu Monatsschnitt restliche Monate:
    • Verkehrstote: plus 68 Prozent
    • Verletzte: plus 51 Prozent

Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2026

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