Aus der Forschung - Katja Diehl

Die Privilegien des Autos unter allen verteilen

Katja Diehl, She Drives Mobility www.katja-diehl.de

Es gibt drei Regeln der Verkehrswende: Verkehr vermeiden, Verkehr verlagern, technische Innovationen. Die Covid19-Pandemie hat gezeigt: Menschen mit Bürojobs können telependeln und so viele Wege vermeiden. Der dritte Schritt, der Glaube an eine Technik, die alle Probleme lösen wird, ist meistens eine Ausrede, das Handeln in die Zukunft zu verschieben. Verkehrswende braucht jedoch heute klare Rahmenbedingungen. Neben attraktiven Angeboten, wie dem Klimaticket in Österreich, heißt das, das Auto als gleichberechtigten Partner im Mobilitätsmix zu sehen – seine Privilegien unter allen zu verteilen. Momentan gibt es viele Mobilitätslücken, die Menschen davon abhalten, das Auto stehenzulassen. Diese Lücken können Software-Unternehmen wie door2door aus Berlin gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen schließen. Es hat einen Algorithmus zum On-Demand-Ridepooling entwickelt, der auf Basis von Mobilitätsdaten neue Rufbusse mit virtuellen Haltestellen digital gestaltet. Innerhalb weniger Wochen können sie auf die Straße kommen und den Komfort des öffentlichen Verkehrssystems attraktivieren. In dieses System können auch Sharing-Angebote – Fahrräder, E-Scooter und Roller – eingespeist werden.

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VCÖ: Österreich war im Vorjahr EU-Spitzenreiter beim Bahnfahren – Schweiz ist Europameister

VCÖ (Wien, 21. September 2026) – Die Schweiz ist Europas Spitzenreiter beim Bahnfahren, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der EU-Kommission zeigt. Österreich ist mit 1.640 Kilometern, die im Vorjahr pro Einwohnerin und Einwohner mit der Bahn gefahren wurden, Vize-Europameister und EU-Champion. Das Potenzial für den verstärkten Umstieg vom Auto auf die Bahn ist in Österreich gerade angesichts der stark gestiegenen Spritpreise groß, betont die Mobilitätsorganisation VCÖ. Als Anreiz fordert der VCÖ, dass bis Jahresende sowohl die regionalen als auch das österreichweite Klimaticket um 20 Prozent verbilligt wird. Unternehmen können wiederum mit Öffi-Jobticket und anderen Maßnahmen ihre Beschäftigten unterstützen, damit sie klimafreundlicher und kostengünstiger mobil sein können.

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