Aus der Praxis – Tobias Schweitzer

„Wir verlieren Geld, weil auf unseren Autobahnen zu wenig Maut eingehoben wird“

Porträtfoto von Tobias Schweitzer
Tobias Schweitzer, Bereichsleiter Wirtschaft AK Wien

Tag für Tag rollt eine Lkw-Transitlawine durch Österreich und belastet Anrainerinnen und Anrainer sowie die Umwelt massiv. Gleichzeitig nutzt Österreich die Möglichkeiten des EU-Rechts nicht ausreichend, um die durch den Transit verursachten Schäden von den Frächtern abgelten zu lassen. So verlieren wir jedes Jahr rund 450 Millionen Euro, weil auf unseren Autobahnen zu wenig Maut eingehoben wird. Besonders bemerkenswert: Zwei Drittel dieser Summe müssten eigentlich von ausländischen Unternehmen getragen werden. Eine vollständige Transit-Entschädigung würde somit vor allem Unternehmen im Ausland treffen, nicht aber die Bevölkerung oder Wirtschaft in Österreich. Der Lkw-Verkehr ist derzeit insgesamt weder sozial noch ökologisch vertretbar. Sozialdumping, Fahrermangel und das Fehlen menschenwürdiger Sanitäranlagen für Lenkerinnen und Lenker von Lkw sind nur einige Beispiele für ein nicht nachhaltiges Geschäftsmodell. Um faire Arbeits- und Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten, braucht es daher wirksame Kontrollen auf Österreichs Straßen.

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Flugabgabe reformieren, nicht reduzieren

Nach dem Beschluss des Flughafens Wien-Schwechat keine dritte Piste zu bauen, wird in Österreich über eine Reduktion der Flugabgabe diskutiert. Begründet wird dies mit den vermeintlich zu hohen Gebühren hierzulande, die die wirtschaftliche Entwicklung des Flugverkehrs behindern würde. Ein Blick in andere europäische Länder zeigt jedoch, dass die Flugabgabe in Österreich vergleichsweise niedrig ist. Eine Reduktion oder Abschaffung käme einer Steuergeldverschwendung in Zeiten knapper Budgets gleich.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash

VCÖ-Spritpreisbilanz 2025: Österreich bei Spritpreisen im EU-Mittelfeld

VCÖ (Wien, 23. Dezember 2025) - Im EU-Vergleich liegt Österreich im EU-Mittelfeld, wie die aktuelle VCÖ-Spritpreisbilanz zeigt. Am meisten kosten Diesel und Eurosuper in Dänemark.  Und während insgesamt die Preise heuer gestiegen sind, sind die Preise für Eurosuper und Diesel im Jahresschnitt - zum dritten Mal in Folge - gesunken. Mit durchschnittlich 1,54 Euro war heuer ein Liter Diesel um sechs Cent billiger als im Vorjahr, Eurosuper war um fünf Cent günstiger als im Vorjahr. Die eigenen Spritkosten können mit spritsparendem Fahrstil und Mobilitätsverhalten deutlich reduziert werden, betont der VCÖ.

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