Flexible Angebote schaffen

Lina Mosshammer, VCÖ-Verkehrspolitik

Um den Umstieg auf klimaverträgliche Mobilität flächendeckend zu ermöglichen, ist es notwendig klassische Angebote des Öffentlichen Verkehrs um flexible Angebote zu erweitern. Die effizientere Nutzung von Autos spielt insbesondere in der Region und in regionalen Zentren eine wichtige Rolle. Die Anzahl der Insassen pro Auto ist massiv gesunken. In 100 Pkw sitzen heute im Schnitt nur noch 114 Personen. In Frankreich werden Fahrgemeinschaften insbesondere auf Pendelstrecken als Zusatz zum Öffentlichen Verkehr unterstützt. Allein im September 2022 wurden dadurch knapp 530.000 geteilte Fahrten offiziell registriert.

Ein verlässliches Carsharing-Angebot reduziert nachweislich den Autobesitz

In Deutschland verfügen fast 50 Prozent der Gemeinden zwischen 20.000 bis 50.000 Einwohnenden über ein Carsharing- Angebot. Die Stadt Bremen ist Vorzeigebeispiel, wie Carsharing flächendeckend über leicht zugängliche Mobility Hubs umgesetzt werden kann. Eine Untersuchung in der Stadt zeigt, dass bei 20.000 Carsharing-Mitgliedern bereits mehr als 6.000 private Pkw ersetzt werden konnten.

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Carsharing-Flotte als mobile Zwischenspeicher nutzen

Im Juni 2025 startete mit „Utrecht Energized“ Europas erstes großes V2G- Carsharing-Projekt, bei dem die Fahrzeuge als mobile Zwischenspeicher für das städtische Stromnetz fungieren. Für Utrecht ist das sehr relevant, zumal 35 Prozent der Hausdächer mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet sind und die Netzauslastung an Spitzenzeiten entsprechend hoch ist. Gestartet wurde mit 50 E-Pkw, Mitte 2026 waren es 300, bis Jahresende 2026 sind 500 und für 2027 eine Ausweitung auf 1.000 Fahrzeuge geplant.

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