Wasser statt Stadtautobahn

Foto: Vergleich einer Luftaufnahme in Utrecht. Links sieht man eine zugeschüttete Fläche, welche als Straße verwendet wurde, rechts den Fluss, der sich nun dort befindet

In den 1970er-Jahren wurde in der Stadt Utrecht in den Niederlanden der wasserführende „Catharijnesingel“, Teil der Stadsbuitengracht, für den Bau einer Autobahn zugeschüttet. Geplant war, noch weitere Kanäle und Kanalstücke aufzufüllen, um eine Ringstraße zu bauen. Der Plan wurde nie völlig umgesetzt, da es Druck auf die Stadtregierung gab, von der Bundesregierung und den Menschen in Utrecht. Der nördliche Teil des Kanals war auch schon zugeschüttet worden und einige Jahre lang Autoabstellplatz. Im Jahr 1996 wurde er wieder Kanal – weitere Rückbauten folgten. Im Jahr 2020 war die Verkehrsplanung aus den 1970er-Jahren endgültig korrigiert und der ursprüngliche Kanalring wieder hergestellt. Jetzt fließt wieder Wasser durch den von Terrassen und Bäumen gesäumten Catharijnesingel.

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Warum das Sicherheitsgefühl von Frauen über den Erfolg des Öffentlichen Verkehrs mitentscheidet

Laut Unfallstatistik ist 2025 in Österreich im Straßenverkehr niemand in einem Bus, einer Straßenbahn oder einem Zug ums Leben gekommen. Ob Menschen in Bus und Bahn einsteigen, entscheidet aber nicht die Unfallstatistik allein. Es zählt auch, wie sicher sich der Weg zur Haltestelle anfühlt, ob sie gut beleuchtet ist, ob Personal sichtbar ist und wie respektvoll es im Fahrzeug zugeht. Darauf achten insbesondere Frauen, die öffentliche Verkehrsmittel schon heute häufiger nutzen als Männer. Wege für Frauen sicher zu gestalten, ist der kürzeste Weg zu mehr Fahrgästen.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash

VCÖ: Schere zwischen Stadt und Land geht beim Autobesitz weiter auseinander

VCÖ (Wien, 8. Oktober 2026) – Die Unterschiede zwischen Stadt und Land werden beim Autobesitz immer größer, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Während in Wien in zehn Bezirken die Zahl der Autos zurückging, nahm in 29 Bezirken trotz Bevölkerungsrückgangs die Zahl der Autos zu. Die aktuelle Treibstoffkrise zeigt einmal mehr, dass Autoabhängigkeit die Mobilitätskosten in die Höhe treibt. Eine Ursache für die Autoabhängigkeit ist die Zersiedelung. Um die Bevölkerung nachhaltig zu entlasten, sind die Ortskerne zu stärken und das Mobilitätsangebot in den Regionen zu verbessern, von mehr Busverbindungen über Mikro-ÖV-Angebote bis hin zu Carsharing und verbesserter Radinfrastruktur, betont der VCÖ.

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Foto: nitinut380 Shutterstock.com