Soziale Gerechtigkeit

Das derzeitige Verkehrssystem ist nicht sozial gerecht: Ist die Mobilität sehr stark vom Auto abhängig, sind all jene Bevölkerungsgruppen in ihrer Mobilität eingeschränkt, die kein Auto zur Verfügung haben. Das trifft ältere und jüngere Menschen sowie Haushalte mit niedrigerem Einkommen besonders stark, aber auch Menschen, die sich einfach umweltverträglicher fortbewegen wollen. Haushalte mit niedrigem Einkommen haben häufig kein eigenes Auto, wohnen aber überdurchschnittlich oft an stark befahrenen Straßen und sind damit auch stärker von Lärm und Schadstoffemissionen des Autoverkehrs betroffen. Ein klimaverträgliches Verkehrssystem hingegen erhöht auch die soziale Ausgewogenheit. Öffentlich zugängliche Verkehrsangebote können von allen Menschen genutzt werden und gute Infrastruktur für Gehen und Radfahren verbessert nicht nur die persönliche Gesundheit, sondern bringt zusätzlichen Nutzen für die Gesellschaft.

VCÖ: Täglich werden 7 Kinder im Straßenverkehr verletzt - Verkehrssystem nimmt auf Kinder zu wenig Rücksicht

Wien (13. Mai 2022) – Im Vorjahr wurden in Österreich bei 2.229 Verkehrsunfällen 2.402 Kinder verletzt, sechs Kinder verloren ihr Leben. Heuer sind bereits fünf Kinder im Straßenverkehr ums Leben gekommen. Der VCÖ weist zum bevorstehenden internationalen Tag der Familie darauf hin, dass unser Verkehrssystem auf Kinder zu wenig Rücksicht nimmt. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen für ein kindgerechtes Verkehrssystem sowie die Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen in die Verkehrsplanung.

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Foto: Sarah Duit

VCÖ: Im Vorjahr wurden 35 Fußgänger bei Verkehrsunfällen getötet – mehr als die Hälfte der Opfer über 70 Jahre

VCÖ (Wien, 14. Jänner 2022) – Die Zahl der tödlichen Fußgängerunfälle ist in Österreich im Vorjahr deutlich zurückgegangen, die größte Opfergruppe sind nach wie vor Seniorinnen und Senioren, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. 20 der 35 Fußgängerinnen und Fußgänger, die im Straßenverkehr ums Leben kamen, waren 70 Jahre oder älter. Die Hälfte der tödlichen Fußgängerunfälle mit Fremdverschulden wurden von Pkw verursacht. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen für ein seniorengerechtes Verkehrssystem im Ortsgebiet, wie mehr Verkehrsberuhigung, Tempo 30 statt 50 und übersichtliche Übergänge.

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Foto: Sarah Duit

Niko Paech - direkt gefragt

„Souverän ist nicht, wer viel hat, sondern wenig braucht“

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Sicher und gerne Rad fahren – ein Leben lang

VCÖ - Mobilität mit Zukunft (2026) – Radfahren ist kostengünstig, hält selbstständig und gesund, gerade mit fortschreitendem Alter. Angesichts einer alternden Bevölkerung und dem Ziel, den Radverkehrsanteil zu steigern, hat Österreich den klaren Auftrag, das Radfahren in jedem Alter sicher und attraktiv zu gestalten.

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Geschwindigkeitsanzeige, die anzeigt, dass zu schnell gefahren wird

Radurlaub auf Rezept im Hasetal

Wie sich Gesundheitsvorsorge, sicheres Radfahren und sozialer Anschlussverbinden lassen, zeigt das niedersächsische Hasetal. Unter dem Titel „Radurlaub auf Rezept“ kombiniert die Region zwei zertifizierte Präventivkurse mit geführten Radtouren. In Begleitung erfahrener Reiseleitungenwerden täglich Touren unternommen, von kürzeren Streckenbis zu längeren Etappen.

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Elektronisches Schild bei Zufahrtskontrolle für Pkw in Mailand

Eine leisere Stadt durch Lärmradar und umfangreiche Verkehrsberuhigung

Neuere Fahrzeuge dürfen in Frankreich im Ortsgebiet einen Pegel von 85 Dezibel nicht überschreiten. Um die Einhaltung zu kontrollieren, wurden im Paris im Jahr 2022 die ersten Lärm-Radargeräte installiert. Zu laute Fahrzeuge werden durch Mikrofone registriert.

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Lärmmessgerät über Straße

Warum das Sicherheitsgefühl von Frauen über den Erfolg des Öffentlichen Verkehrs mitentscheidet

Laut Unfallstatistik ist 2025 in Österreich im Straßenverkehr niemand in einem Bus, einer Straßenbahn oder einem Zug ums Leben gekommen. Ob Menschen in Bus und Bahn einsteigen, entscheidet aber nicht die Unfallstatistik allein. Es zählt auch, wie sicher sich der Weg zur Haltestelle anfühlt, ob sie gut beleuchtet ist, ob Personal sichtbar ist und wie respektvoll es im Fahrzeug zugeht. Darauf achten insbesondere Frauen, die öffentliche Verkehrsmittel schon heute häufiger nutzen als Männer. Wege für Frauen sicher zu gestalten, ist der kürzeste Weg zu mehr Fahrgästen.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash

Fahrgast-Check: Viele Haltestellen mit Mängeln

Busse erbringen fast zwei Drittel der Angebotskilometer im Öffentlichen Verkehr Österreichs, Millionen Fahrgäste sind jährlich damit unterwegs. Viele von ihnen warten auf ihr Fahrzeug an einem nackten Schild am Straßenrand: ohne Dach, ohne Sitzgelegenheit, manchmal nicht barrierefrei und viel zu oft ohne gesicherten Weg über die Fahrbahn. Die VCÖ-Initiative „Haltestellen im Fahrgast-Check“ hat im Frühjahr 2026 erstmals landesweit erfasst, wie es um die Bushaltestellen in Österreich steht. Das Ergebnis ist eindeutig – und der Handlungsbedarf groß.

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Foto: Spencer Imbrock, unsplash

Mobilitätsgespräch 2026 – Sicherheit bewegt: Weibliche Mobilität zwischen Sicherheitsgefühl und Infrastruktur

Beim 7. Mobilitätsgespräch rückte die Frage in den Fokus, wie Verkehrssysteme die Bedürfnisse von Frauen aber auch vulnerablen Gruppen besser berücksichtigen und Sicherheit ganzheitlich stärken können.

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Foto: ÖBB/Andreas Scheiblecker

VCÖ-Fachveranstaltung: Altersgerechte Verkehrsplanung

In der Verkehrsplanung wird auf ältere Menschen zu wenig Rücksicht genommen. Und das spiegelt sich leider auch in der Unfallstatistik wider. Ältere Menschen sind besonders gefährdet, tödlich verletzt zu werden. Umso wichtiger sind unfallvermeidende Maßnahmen. Gehen und auch Radfahren sind als gesunde Mobilität für ältere Menschen besonders wichtig. Das Verkehrssystem muss viel stärker an den demographischen Wandel angepasst werden, wurde bei der VCÖ-Fachkonferenz am 6. November 2025 betont.

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