VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten
VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten für das Postbus Shuttle
Der VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten geht heuer an das Postbus Shuttle Kärnten, das mittlerweile in bereits neun Regionen die Mobilität für die Bevölkerung sowie für Ausflugs- und Urlaubsgäste verbessert. Der renommierte VCÖ-Mobilitätspreis stand heuer unter dem Motto „nachhaltig.effizient.innovativ“. Zudem wurden das vom KSL Tourismus Marketing umgesetzte Projekt „Bahnticket als Strandticket“ und der Rad-Schulcheck von Radlobby und Klimabündnis Kärnten als vorbildliche Projekte beim VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten von Landesrat Sebastian Schuschnig, VCÖ und ÖBB heute Vormittag in Klagenfurt ausgezeichnet.
Das Postbus Shuttle Kärnten umfasst mittlerweile bereits neun regionale Angebote mit insgesamt 30 Gemeinden und mehr als 3.100 Haltepunkte. Die Angebote ergänzen den öffentlichen Linienverkehr, etwa für die erste oder letzte Meile zum und vom Bahnhof und ermöglichen so sowohl der einheimischen Bevölkerung als auch den touristischen Gästen autofreie Mobilität auf der gesamten Strecke. Eine App ermöglicht die Buchung von Fahrten in allen neun Regionen und zusätzlich auch für das Nockmobil. Das Postbus Shuttle ist in den Verkehrsverbund Kärnten eingegliedert, die Zeitkarten und KlimaTickets gelten auch im Shuttle. Einzig ein Komfortzuschlag von zwei Euro pro Fahrt wird verrechnet. Die Fahrgastzahlen steigen. Im Jahr 2025 nutzten 36.000 Fahrgäste die Postbus-Shuttles, um 50 Prozent mehr als im Jahr 2024. Und nach der Eröffnung der neuen Koralmbahn stieg heuer die Zahl der Fahrgäste weiter stark an. In den ersten sieben Monaten nutzten bereits 33.600 Fahrgäste die Postbus Shuttle, um 82 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, als 18.500 Fahrgäste transportiert wurden.
Landesrat Sebastian Schuschnig, VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk und ÖBB-Regionalmanager Reinhard Wallner überreichten den VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten an den Vorstand der Österreichischen Postbus AG Roman Krebs und an den Projektverantwortlichen Tibor Jermendy.
„Gerade im ländlichen Raum ist die Mobilität ohne eigenes Auto oft eingeschränkt. Nachfrageorientierte Angebote wie das Postbus-Shuttle als Ergänzung zum Linienverkehr erhöhen die Mobilität in den Regionen und ermöglichen damit der Bevölkerung, von Kindern und Jugendlichen bis hin zu älteren Menschen, soziale Teilhabe“, betont VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk.
Landesrat Sebastian Schuschnig, VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk und ÖBB-Regionalmanager Reinhard Wallner überreichten den VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten an den Vorstand der Österreichischen Postbus AG Roman Krebs und an den Projektverantwortlichen Tibor Jermendy.
Rad-Schulcheck als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten prämiert
Radlobby und Klimabündnis Kärnten haben im Rahmen des Rad-Schulchecks die Fahrradfreundlichkeit von Schulen ab der 5. Schulstufe in Kärnten untersucht. Insgesamt 101 Schulstandorte wurden hinsichtlich sicherer Erreichbarkeit, Fahrradabstellanlagen und der Gestaltung des Schulumfelds unter die Lupe genommen. Aufbauend auf einem standardisierten Kriterienkatalog wurden konkrete Handlungsempfehlungen für Schulen und Gemeinden entwickelt. Ergänzend fanden an einzelnen Schulen Mobilitätserhebungen und Beratungen statt. Die Ergebnisse zeigen den Handlungsbedarf bei Radabstellplätzen und sicheren Verbindungen zu den Schulen.
„Wird der Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt, kommen Kinder und Jugendliche regelmäßig auf eine gesunde Portion Bewegung. Zusätzlich erlangen sie auf den Schulwegen Kompetenz im richtigen Verhalten im Straßenverkehr, was ihnen auf ihren Freizeitwegen zugutekommt“, verdeutlicht VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk.
Die Auszeichnung als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten nahmen für das Projekt Rad-Schulcheck Christoph Zettinig von der Radlobby Kärnten und Petra Obernosterer vom Klimabündnis Kärnten entgegen.
Auch Initiative „Bahnticket = Strandbadticket“ als vorbildliches Projekt ausgezeichnet
Durch die Koralmbahn hat sich die öffentliche Erreichbarkeit der Region Klopeiner See - Südkärnten – Lavanttal stark verbessert. Um diese verbesserte öffentliche Erreichbarkeit bekannt zu machen, hat die KSL Tourismus Marketing GmbH im Juni die Initiative „Bahnticket = Strandbadticket“ durchgeführt. Das gültige Bahnticket galt in 14 Strandbädern Südkärntens als Eintrittskarte. Eine Familie mit zwei Kindern ersparte sich damit rund 20 Euro. Zusätzlich konnten im Rahmen eines Gewinnspiels Preise gewonnen werden, wie ein Klimaticket Österreich, ein Urlaub in der Region und Tickets für Tagesausflüge.
Landesrat Sebastian Schuschnig, VCÖ und ÖBB überreichten die Auszeichnung als vorbildliches Projekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten an Geschäftsführer Robert Karlhofer und Marketingleiterin Bettina Herk von der Tourismusregion Klopeiner See - Südkärnten - Lavanttal.
„Innovative Ideen, neue Ansätze und die große Zahl an eingereichten Projekten unterstreichen eindrucksvoll die positive Entwicklung im Bereich der nachhaltigen Mobilität in Kärnten. Der VCÖ-Mobilitätspreis bietet dabei nicht nur den besten Projekten eine Bühne, sondern schafft auch Anreize und Impulse für neue Mobilitätslösungen. Alle heute ausgezeichneten Initiativen leisten einen wertvollen Beitrag zur Mobilitätswende in unserem Bundesland“, betont Verkehrslandesrat Sebastian Schuschnig. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch bedarfsorientierte öffentliche Verkehrsangebote - so genannte Mikro-ÖV-Lösungen - die insbesondere im ländlichen Raum eine flexible Ergänzung zum klassischen Linienverkehr darstellen und den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel erleichtern. „Besonders freut mich, dass mit dem Postbus Shuttle heuer unter anderem ein Mikro-ÖV-Projekt ausgezeichnet wird, das wir von Landesseite unterstützen. Spätestens mit der Inbetriebnahme der Koralmbahn haben bedarfsorientierte öffentliche Verkehrsangebote nochmals an Bedeutung gewonnen. Mit unserer Mikro-ÖV-Strategie haben wir eine optimale Grundlage für einen effizienten und nachhaltigen Ausbau in ganz Kärnten geschaffen und konnten seither zahlreiche neue Angebote umsetzen“, so Mobilitätslandesrat Sebastian Schuschnig.
Reinhard Wallner, ÖBB Regionalmanager Personenverkehr Kärnten: „Die Koralmbahn ist ein großer Wurf für Kärnten. Wir haben den klassischen Öffentlichen Verkehr damit massiv ausgebaut, doch eine Bahnstrecke allein ist nur die halbe Miete. Entscheidend ist, was wir daraus machen. Mit dem Postbus Shuttle sorgen wir dafür, dass die Menschen vom Bahnhof auch wirklich nach Hause kommen. Genauso wichtig sind aber auch Projekte wie der Rad-Schulcheck, der Kinder für das Radfahren begeistert, oder das Strandbadticket, das Bahnfahren mit einem echten Urlaubserlebnis verbindet. Für uns bei der ÖBB geht es um ein rundes Gesamtsystem. Das gelingt nur, wenn wir mit dem Land Kärnten und den Gemeinden eng zusammenarbeiten. Unser Ziel ist klar: Die Menschen in Kärnten sollen überall gut ankommen – vom internationalen Fernverkehr über die Koralmbahn bis zur letzten Meile nach Hause. Herzlichen Glückwunsch an alle Preisträgerinnen und Preisträger. Sie zeigen, dass nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum längst gelebte Realität ist.“
Der VCÖ-Mobilitätspreis Kärnten wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Kärnten und den ÖBB durchgeführt und vom Verkehrsverbund Kärnten und der Kelag unterstützt.
Der VCÖ bietet eine kostenlose Online-Projektdatenbank an, in der bereits mehr als 3.000 vorbildliche Mobilitätsprojekte zugänglich sind. Hier können sich Schulen, Gemeinde, Städte, Betriebe, Tourismusregionen oder auch Wohnbauträger Anregungen holen können, wie Verkehrsprobleme klimaverträglich gelöst werden können.
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